LMU Garching, CALA Neubau Aufstockung und Sanierung Altbau
Bauherr: Staatliches Bauamt München2
Bauzeit: 2014-2016
Baukosten: 7,9Mio EUR
Leistungsphasen: §35 HOAI 2-8
Die Baumaßnahme Neubau des Zentrums für neuartige Laseranwendungen (CALA) der LMU am
Hochschul-und Forschungsgelände Garching bei München besteht aus der
Errichtung eines Neubaus sowie der Teil-Sanierung der Bestandsgebäude mit
Aufstockung der Sektion Physik.

Aufstockung eines Werkstattgebäude und Sanierung eines Laborgebäudes
Ausgangslage
Das Bestandsgebäude der Sektion Physik besteht aus 2 in der Bausubstanz unterschiedlichen Bauteilen.
Das Werkstattgebäude im Norden besteht aus UG und Erdgeschoss, im östlichen Teil beim Treppenhaus ist noch ein kleiner Bereich mit einem 2.UG vorhanden.
Im westlichen Bereich des EG´s ist ein Hörsaal integriert.
Das Laborgebäude im Süden der Anlage besteht aus UG, EG und 1.-3. Obergeschoss und wurde wie das Werkstattgebäude Anfang der 70er Jahre erbaut.
In dem Gebäude sind Labore sowie auch Büroräume untergebracht.
Die beiden Baukörper sind mit 2 Stichfluren verbunden und bilden einen begrünten Innenhof.
Beide Gebäude sind ca. 82 m lang und 23 m breit.
Traufhöhe Laborgebäude ca. 16 m.
Traufhöhe Werkstattgebäude (Bestand) ca. 5 m.
Aufstockung auf Werkstattgebäude
Das bestehende Werkstattgebäude hat eine Aufstockung erfahren, da im Zuge der Gesamtmassnahme CALA zusätzliche Büroräume erforderlich wurden, die nicht in der Neubaumassnahme untergebracht werden konnten.
Ferner wurde in der Aufstockung ein Mehrzweckraum mit ca. 104 m2 realisiert, der in Abstimmung mit dem STBAM2 keine Versammlungsstätte darstellt.
Die Aufstockung ist auf der östlichen Hälfte des Werkstattgebäudes über dem bestenden Treppenhaus geplant.
Die Bemessung der WC-Anlagen in der Aufstockung wurde in Abstimmung mit dem STBAM2 nach den Arbeitsstättenrichtlinien für Büroräume durchgeführt. Für den Mehrzweckraum wurde kein zusätzlicher Ansatz getroffen, da im EG und UG weitere Toiletten vorhanden sind.
Da die Aufstockung nur einen baulichen Rettungsweg, d.h. nur ein notwendiges Treppenhaus besitzt, wird dieses Treppenhaus vom OG bis ins 2.UG brandschutztechnisch voll ertüchtigt. Als zweiter Rettungsweg für die Aufstockung wird an der Aussenseite Ost eine Wendeltreppe aus Stahl angebracht, sodass der Rettungsweg über notwendige Flure und über die Dachfläche zu dieser Fluchttreppe führt.
Ferner wurde im Treppenhaus ein neuer, behindertengerechter Aufzug mit Stahlbetonschacht vom UG bis DG eingebaut. Damit einhergehend wurden auch die vorhandenen, das Treppenhaus umfassenden Sanitär- und Umkleideräume umgebaut.
Da das Gebäude mit einer Längenausdehnung von ca. 82 m keine Brandwand besitzt, wurde geplant, das Werkstattgebäude mit Einbau zweier Brandwände im EG in 3 Brandabschnitte zu unterteilen; Hörsaalbereich mit notwendigen Flur, Werkstatt und östlicher Büro/Laborbereich mit notwedigem Treppenhaus.
Das bestehende Flachdach vom Werkstattgebäude wurde vollständig saniert. Der westliche Flachdachbereich wurde mit einer Photovoltaikanlage versehen.
Die Konstruktion der Aufstockung wird in leichter Bauweise erstellt.
Sanierung Laborgebäude 5109
Im bestehenden Laborgebäude werden im EG an der Südseite Labore zu Büros umgebaut bzw. wurden bestehende Büroräume saniert.
Im 1.OG wurden 2 Labore an der Nord- Ostseite saniert.
Im Zuge dieser Maßnahmen wurden die beiden Treppenhäuser vom UG-DG brandschutztechnisch vollständig ertüchtigt und Flure mittels Rauchschutztüren in Rauchabschnitte < 30 m unterteilt.
Ebenfalls wurden die Trennwände der Installationsschächte zu den Fluren vom EG - DG, wie auch die Flurwände von den Räumen 101-110 und E 25- E35 brandschutztechnisch ertüchtigt. Die Schachttüren wurden mit T90-RS Türen versehen.
Da das Gebäude mit einer Längenausdehnung von ca. 82 m keine Brandwand besitzt, ist
in einer späteren Baumaßnahme geplant, das Laborgebäude mit Einbau einer Brandwand
in Gebäudemitte in 2 Brandabschnitte zu unterteilen; Teile dieser Brandwand wurden bereits in dieser Maßnahme im Bereich der zu sanierenden Flächen eingebaut.
Die Lüftungsanlagen für die Labore im Laborgebäude, sowie für die WC- Belüftung im Werkstattgebäude wurden vollständig erneuert bzw. neu erstellt.
Ebenso wurde mit den elektrischen Leitungsanlagen analog wie den Lüftungsanlagen verfahren.

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