Die Königliche Anatomie in München wurde von 1905 bis 1907 als Neue anatomische Anstalt nach Plänen des Architekten Max Littmann erbaut. Wegen des umfassenden Einsatzes des Werkstoffs Eisenbeton für die Fassaden und Wände, Decken und Außenanlagen zählt das Gebäude zu den ersten großen Stahlbetonbauwerken Deutschlands.
Zur Zeit wird das ganze Gebäude während des laufenden Betriebs nach den neuesten Vorschriften saniert.
Wir wurden damit betraut, die Leichenlagerung in einem apsidialen Kellerraum so umzugestalten, dass sie klimatisch und logistisch -trotz eines schwierigen Grundrisses - den modernsten Anforderungen genügen.
Die Kühlung des Anatomischen Instituts musste erneuert werden.
Neben der Dämmung dieses Kühlraumes entwickelten wir in enger Absprache mit dem Nutzer, auch ein intelligentes Lagersystem auf einer Schienenführung für diesen
geschwungenen Raum.
Die Lagergestelle müssen selbst unter voller Belastung (circa 2000kg) auf den Schienen allein durch Muskelkraft verschoben werden können, so dass man mit dem Gabelstapler jedes Fach dieser Regale ansteuern kann.
Ansonsten galten natürlich besonders hohe Anforderungen an die Dampfdichtigkeit der Aussenhaut und die Unempfindlichlkeit des Oberbodens.

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