Die bestehenden Gebäude Magdalenenstraße 7-9 wurden in den Jahren 1907 – 1912 errichtet und als "Heim für gefallene Mädchen" von der evangelischen Diakonie genutzt. Das Haus Nummer 9 wurde im 2. Weltkrieg von einer Brandbombe getroffen und teilweise zerstört. Seit der Behebung der Kriegsschäden werden die beiden Häuser zur Zeit noch als Büro- und Verwaltungsgebäude der Diakone der evangelischen Kirche genutzt und sollen nach dem Umbau als reine Wohngebäude genutzt werden.
Durch diese Wohnraumgewinnung wird der heutigen Wohnungsnot mit 8 neuen Wohneinheiten Rechnung getragen.

Bei dieser Planung wird besonders viel Wert darauf gelegt, den noch vorhandenen Bestand an orginaler Bausubstanz zu erhalten und freizulegen, um den besonderen Reiz dieser Häuser zu zeigen. Da nach dem Wiederaufbau der Nummer 9 dort auf einen eigenen Eingang und ein Treppenhaus verzichtet wurde und man die Decken an das Höhenniveau der Nummer 7 angepasste, planen wir, dem Haus wieder zu einer eigenen Erschliessung zu verhelfen und werden auch weitere spätere Anbauten und Modifikationen auf den Vorkriegszustand zurück bauen.
Da Haus Nummer 7 ein Einzeldenkmal ist und Nummer 9 unter Emsembleschutz steht, geschehen alle Planungen in enger Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz.

STURM + VIERMETZ ARCHITEKTEN 2020